

Die Courage feiert 50 Jahre nach ihrem ersten Erscheinen und 42 Jahre nach ihrem Ende in der Berliner Bar jeder Vernunft. Mittendrin Gründungsfrauen, Sympathisantinnen, Freundinnen und
Wegbegleiterinnen. Und auch eine kleine Schar einer neuen Generation von Feministinnen. In drei Panels wurden Aufbruch, Wegbegleitung sowie die heutigen Herausforderungen diskutiert. Ein Fest über Erinnerungen und Kampfeslust. Da ist dieser lauernde Blick. Für beinahe jede Frau, die sich an diesem 22. Juni 2026 der Bar jeder Vernunft in Berlin nähert, stellt sich die Frage: Kenne ich die? Erkenne ich sie? Viele ergraute Häupter, das Gehen mitunter nicht mehr ganz so trittfest, manchmal ein leicht
gebeugter Rücken. Adrett zurechtgemacht, in der Junihitze die Lieblingskette oder das blickfangende Ohrgehänge angelegt. Würdevoll. Da sind vielleicht diese unverkennbaren Augen,
der verschmitzte Gesichtszug, die so typische Gestik und Mimik und dann der bewundernde Ausruf, die freudige Wiederbegegnung. Nach all den Jahren, die ins Land gezogen sind, eine herzliche
Umarmung. Viele Male wird sich das an diesem hochsommerlichen Juniabend in Berlin wiederholen. Ein Who is Who der Frauenbewegung der 1970er- und 1980er-Jahre. Einige nennen
es „Klassentreffen“, dabei gibt es ein rauschendes Fest und den Mut der Frauen von damals zu. feiern: 50 Jahre zuvor war die feministische Frauenzeitung Courage in Berlin gegründet worden
und am 17. Juni 1976 erstmals erschienen. Kein Küchenblatt, keine Lose-Blatt-Sammlung, sondern eine gedruckte Zeitung: frauenbewegt, ambitioniert, hochpolitisch und unvergessen.
Dieser Geist ist an diesem Hochsommerabend noch immer zu spüren, indem die Frauen der ersten
Stunde, die sich 50 Jahre zuvor auf den Weg gemacht haben und ein persönliches Wagnis. eingegangen sind, davon erzählen: vom Frust über patriarchale Strukturen, von der Energie in den
verschiedenen Frauengruppen und -projekten, von der Euphorie, Eigenes zu gestalten und zu wagen. Mit wenig ökonomischen Ressourcen aber viel Frauenpower gegen gesellschaftliche
Ressentiments.
Hier der Link. zu einem sehr guten Bericht über die Podiumsdiskussion von Elke Schmitter gefunden von Christel im Perlentaucher!





















So rufen es die Courage-Frauen an diesem Abend in Erinnerung. Wenn die Initiatorin Sibylle Plogstedt von ihrer Motivation berichtet, sich gegen ihr Berufsverbot am Osteuropainstitut der
Berliner FU zu wehren und dass sie den Grundsatz „Jede Bewegung trägt ihre Zeitschrift“, also auch die feministische, verwirklichen wollte. Sabine Zurmühl
So rufen es die Courage-Frauen an diesem Abend in Erinnerung. Wenn die Initiatorin Sibylle Plogstedt von ihrer Motivation berichtet, sich gegen ihr Berufsverbot am Osteuropainstitut der
Berliner FU zu wehren und dass sie den Grundsatz „Jede Bewegung trägt ihre Zeitschrift“, also auch die feministische, verwirklichen wollte. Sabine Zurmühl erzählt vom Experimentierfeld, dass
sich den beteiligten Frauen – mit und ohne journalistischer Prägung – eröffnete. Sich ausprobieren, die Malaisen des Lebens zu beschreiben, sich schreibend mitzuteilen und den Finger in die Wunden
der patriarchalen Gesellschaft zu legen. Frauen haben genügend Themen, über die sie schreiben wollten und konnten, die den Kosmos ihrer Lebenswirklichkeit in den 1970er-Jahren abbildet. Ob
Texte, kollektive Arbeitsweise – niemand kann reinfunken. „Da war Freiheit und Freude“, sagt Sabine Zurmühl an diesem Abend. Den Raum haben die Gründungsfrauen damals selbstbestimmt
definiert und sich genommen. Ausgefüllt hat ihn jede Frau auf ihre Art. Dorothea Schemme, die früh zur Courage stieß, nachdem sie ihre Diplomarbeit über
Frauenwohngemeinschaften abgeschlossen hatte, erinnert sich an zeitintensive, hoch dynamische und oft kontrovers geführte Redaktionssitzungen und an die Notwendigkeit, den Lebensunterhalt an anderer Stelle zu verdienen. Denn wirtschaftlich war die Courage trotz hoher Auflage bis teilweise
70.000 Exemplare kein Selbstläufer. Das Schreiben, das ihr wichtig war, kam bei der notwendigen Redaktionsarbeit mit den anderen Texten zu kurz. Und doch habe die Courage Inspirationen gegeben und Einfluss auf ihren weiteren Weg genommen bis hin zur frauenbewegten Macherin im Bundesinstitut für Berufsbildung. Frauenpolitische Karrieren, die die Courage in der kurzen Zeit
ihrer Existenz und die feministische Bewegung eröffnet haben, waren damals keine Selbstverständlichkeit. Dennoch: Sie zählen letztlich auch zur Erfolgsgeschichte der Zeitschrift. Das
Publikum zollt mehr als höflichen Beifall.
Vielseitigkeit in der Berichterstattung ist ein Stichwort des Abends, auch Frauensolidarität und Friedensbewegung. Den Blick über den Tellerrand wagen, über Grenzen hinweg auf Frauen jenseits
der kleinen Bundesrepublik in die große Welt und in den vermauerten Osten zu richten.
Traude Bührmann erinnert sich an die Zusammenarbeit und Berichterstattung über Frauen in der West-Sahara und den politischen Einfluss auf deren Kampfgeist. Es ging der Redaktion darum,
politische Bewegungen zu erkennen, Kontakte aufzubauen zu oppositionellen Frauengruppen in der DDR und in anderen osteuropäischen Staaten – auch das steht für Weitsicht und Umsicht und
insbesondere feministisches Denken. Was andere Mainstreammedien damals noch selten interessiert oder wenig zur Kenntnis nehmen, erhält in der Courage als eine der wenigen Medien breiten Raum und Sichtbarkeit.
Für Leserinnen sichtbar ist auch eine Haltung bei strittigen Themen, dann, wenn es in der Redaktionskonferenz keine Einigkeit gibt. „Wir haben nicht nach dem Prinzip entschieden, wir sind uns alle einig und drucken, sondern wir haben nach dem Prinzip gehandelt: Wir sind uns uneinig und das ist interessant“, beschreibt Sibylle Plogstedt eine für die Courage übliche Arbeitsweise.
Vom „riesigen, extrem attraktiven Denkraum“ spricht Eva-Maria Epple, „der eigentlich größer war, als er auch nur bespielt worden ist“. Die Erinnerungen an jene Jahre zwischen 1976 und 1984 sitzen tief, sind analytisch oder
anekdotisch, manchmal nostalgisch, aber keineswegs larmoyant. Lore Kleinert, ehemalige Courage-Autorin, zuletzt Leiterin der Kulturabteilung von Radio Bremen, moderiert Erzählungen,
Begebenheiten und Zäsuren, sie lockt Geschichten heraus und lenkt sanft. Die Erinnerungen sorgen für Aha-Effekte und beeindrucken jene im Publikum, die die Zeiten der Courage bis zu ihrem Ende
nicht selbst erlebt haben, sondern nur vom Hörensagen kennen. Vom bitteren Ende der Zeitung im Jahr 1984 ist an diesem Abend auch die Rede. Doris Fürstenberg, die damalige Verlagskauffrau, hatte den Konkurs für die Courage anmelden müssen. „Das war eine anstrengende und schwierige Zeit.“ Alles gesagt? Keineswegs. Sibylle Plogstedt dankt ihr 42 Jahre. später auf offener Bühne, dass sie „rechtzeitig die Reißleine gezogen hat“. Schwer verkraftbar ist es für alle gewesen. Sich einzugestehen, dass eine Idee und eine Existenz ans Ende gekommen ist,
„war ganz furchtbar“. Aber dieser konsequente Schritt von Doris Fürstenberg sei verantwortlich dafür, dass sie sich an diesem Juniabend 2026 gegenübersitzen könnten – und noch befreundet wären. Kein Groll. Sondern das Wissen, eine feministische Zeitung, die in der gesamten Bundesrepublik monatlich erwartet und gelesen wurde, geschaffen und nach acht Jahren
notwendigerweise einen Strich gezogen zu haben. Verlust schmerzt. Auch der Verlust, Mitstreiterinnen verloren zu haben. Es ist ein bewegender
Augenblick, als Traude Bührmann mit ruhiger Stimme jene neun Namen von Courage-Frauen nennt, die dieses Fest nicht mehr erleben können. Ein ruhiger Moment, ein kurzes Innehalten in einer sonst humorvollen und trubeligen Feststimmung. V.L. Eva Maria Epple, Traude Bührmann, Doris Fürstenberg, Sabine Zurmühl, Sibylle Plogstedt, Annette C. Eckert, Lore Kleinert, Dorothea Schemme,
Moderation: Lore Kleinert, bis 2014 Abteilungsleiterin Kultur bei Radio Bremen. Freie Literaturkritikerin und Moderatorin

Für viel Stimmung sorgen dann einige damalige Weggefährtinnen der Courage aus anderen Frauenmedien, moderiert von der launigen, fast kabarettreifen Halina Bendkowski, die den Zeitgeist
der 1970er-Jahre performt, die an die heißgeliebten feministischen Schriftstellerinnen und deren Bücher erinnert, deutsch-deutsche und weltpolitische Zäsure
Für viel Stimmung sorgen dann einige damalige Weggefährtinnen der Courage aus anderen Frauenmedien, moderiert von der launigen, fast kabarettreifen Halina Bendkowski, die den Zeitgeist
der 1970er-Jahre performt, die an die heißgeliebten feministischen Schriftstellerinnen und deren Bücher erinnert, deutsch-deutsche und weltpolitische Zäsuren jener Zeit ins Gedächtnis ruft. Eine für die Courage-Frauen wichtige Wegbegleiterin war und ist die inzwischen hochbetagte
Helke Sander: engagierte Filmfrau, selbstermächtigte Filmmedien-Frau, die 1974 die Zeitschrift Frauen und Film „eher aus Zufall gründete“, die – bis heute – als wichtiges Diskussionsforum feministischer Filmtheorie existiert. Zur Courage selber kann Helke Sander „nicht viel sagen, außer. ,dass ich mit zwei Beiträgen auch mal dabei war“. Sie erzählt aber von der Aufmerksamkeit und
auch Wut vieler Frauen über vorherrschende Filmauswahl und Themen, über die Darstellung von
gesellschaftlichen Werten und insbesondere Frauen im Film sowie die Filmkritik jener Jahre: Der Mief aus 1000 Jahren hatte sich im Mainstreamfilm festgesetzt. Die Sicht der Frauen findet nicht statt, erst durch Frauen und Film, eine kleine Saat, die Kreise zieht und der männlich geprägten Filmwelt intelligent den Filmspiegel vorhält. Sanders Beispiele sorgen für den ein oder anderen
Lacher, z.B. wie sie die Berlinale für die Sichtbarkeit von Frauenthemen nutzt und ihre Publikation angefeindet wird. Auch von den konkurrierenden Filmzeitschriften. Die Wut von damals schwingt mit. Auch die historische Erkenntnis, dass die Frauenbewegung nicht nur solidarisch ist, indem sie
der Zeitschrift vorwirft, in einem von Männern geführten Verlag zu erscheinen.
Von Männern geführt ist zu jener Zeit auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Drei Jahre nach Gründung der Courage entsteht beim Sender Freies Berlin (SFB) – heute Rundfunk Berlin-
Brandenburg (rbb) – ein ganz neues Radioformat: die Zeitpunkte, eine täglich ausgestrahlte Radiosendung von Frauen, mit Frauen, für Frauen. Auch das ist ein Schritt, ganz ähnlich wie bei der
Courage, erinnert sich Magdalena Kemper. „Keine Denkverbote haben, alles machen können.“ Jedes frauenrelevante Thema in die Sendung hieven zu können, macht selbstbewusst „Das war ein
unglaublicher Aufbruch, auch zu wissen: Jetzt sind wir Frauen auf einmal selber das revolutionäre Subjekt.“ Die Revolution findet nicht morgens an den Werktoren statt, sondern täglich am Vormittag eine Stunde im Radio: vorbereitet und verantwortet von Journalistinnen und
Schneiderinnen, Meteorologinnen und Ärztinnen, Juristinnen und und und... Frauen mit Kompetenz und Kindern oder ohne, auf jeden Fall erfahren und wissend. Auch beim Thema Menstruation, bei dem ernsthaft in der morgendlichen, von männlichen Kollegen besetzten, Redaktionskonferenz gefragt wird, ob Magdalena Kemper dafür genügend Sachverstand und Expertise habe. Mehr
Komik im Journalismus und Medienbetrieb geht kaum. Die Hörerinnen im Sendegebiet fühlen sich gehört, gesehen, ernst genommen. Das Verhältnis zur Courage befruchtet: Themen werden „gnadenlos geklaut“. Nicht weil sie keine Ideen hätten,
sondern, weil die Themen aktuell und wichtig sind, relevant für Frauen, aus Frauensicht. Und dennoch stehen die Zeitpunkte schon nach wenigen Jahren zur Disposition, sie seien unmodern und
entsprächen „nicht dem Stand der Frauenbewegung“. Jetzt greift die Solidarität, die Courage berichtet vom drohenden Aus, die Info verbreitet sich wie ein Lauffeuer, die Frauenbewegung setzt sich in Bewegung, sammelt Unterschriften und rettet die Sendung – vorerst. Letztlich ist es ein Beweis dafür, dass die Courage enormen Einfluss hat und es innerhalb der Frauenmedienszene zur Meinungsführerschaft bringt, mehrfach am Abend formuliert von den Wegbegleiterinnen der
Zeitschrift. Frauensolidarität, Mediensolidarität, Initiativen, etwas, was ohne die Courage . undenkbar ist, sagt Kemper. Undenkbar ist für heutige Medienmacherinnen, welche Auseinandersetzungen damals in
Redaktionen um frauenpolitische Themensetzungen, Interessen und journalistische Außenwirkungen stattfinden. Gitti Hentschel, ebenso geladene Wegbegleiterin der Courage, gibt ein Schlaglicht davon, dass es in der 1979 gegründeten taz erst einen Frauenstreik geben muss, um nicht nur die Machos und Provokateure in der Redaktion zur Räson zu bringen, sondern Ressorts thematisch zu definieren und Frauen-Schwerpunkte im Blatt zu besetzen. Das vermeintlich kollektive Arbeiten stellt sich als Kampfzone für die weiblichen Mitarbeiterinnen heraus. Am Ende stehen eine Frauenredaktion, feste Frauenredakteurinnen und eine Frauenquote für die linke Tageszeitung. Aber auch ein „ambivalentes Verhältnis zwischen Courage und uns“. Die Courage
kritisiert den taz-Frauenanspruch, sich „an gemischten Projekten mit Männern abzuarbeiten“. Das ist eine Phase Anfang der 1980er-Jahre, die Gitti Hentschel „als sehr spannungsreich erlebt“. Reden
hilft. Die Annäherung kommt bei einer gemeinsamen Rückfahrt von Marburg nach Berlin im Anschluss an eine Veranstaltung der Hausbesetzerinnenszene. Hentschel sagt: „Irgendwie hatte ich den Eindruck, da ist ein Knoten geplatzt.“ Für Gislinde Schwarz kann kein Knoten platzen. Sie lebt jenseits der Mauer, arbeitet in einer
kleinen Lokalredaktion im heutigen Sachsen-Anhalt und wechselt 1980 zur ostdeutschen. Frauenzeitung Für Dich in Ostberlin. Eine unmittelbare Weggefährtin der Courage ist Gislinde Schwarz nicht, und in all den Jahren gelangt „kein einziges Exemplar in meine Hände“. Aber eine Weggefährtin im Geiste ist die Redakteurin der Für Dich, denn das, was Frauen umtreibt, macht nicht an Mauern halt. Der Unterschied: Einen Beruf auszuüben, wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen zu können, Kinder zu haben oder sich ohne Zwang für eine Abtreibung entscheiden zu können, und wenn Kinder da sind, sie in Krippe und Kindergarten gut betreut zu wissen,
selbstbestimmt zu entscheiden, wen frau lieben darf, auch keine Gewalt erfahren zu wollen, sich zu verwirklichen. Themen, die die ostdeutsche Für Dich thematisiert und nicht ausblendet, die manchmal langweilen, aber auch Mut machen. Die wöchentlich erscheinende Zeitung hat bis zur. Wende – systembedingt – eine Auflage von 930.000 Stück und anders als die Courage keine Geldsorgen. Zwei Frauen-Medien-Welten, die gerade mal sieben Kilometer Luftlinie voneinander
entfernt lagen. Möglicherweise hätten Themen, redaktionelle Arbeit, emanzipatorische Ansprüche vielleicht sogar zusammengepasst.V. l. Gislinde Schwarz, Redaktion „Für Dich“, ehem. DDR, Gitti Hentschel, Redaktion „taz“, Frauenseite, Magdalena Kemper, Redaktion„Zeitpunkte“ vom sfb/rbb, Helke Sander, Redaktion „Frauen und Film“, Regisseurin , Moderation: Halina Bendkowski, Aktionsforscherin für Feminismus
und Geschlechterdemokratie

Was bleibt vom Spirit einer Bewegung 50 Jahre später übrig? Und wie sieht der feministische Journalismus heute aus? Diesen spannenden Fragen nähern sich die Journalistinnen von heute in
einem munteren Schlagabtausch am Ende dieses Abends. Friederike Sittler, langjährige Vorsitzende. des Journalistinnenbundes und jetzt Leiterin des Hauptsta
Was bleibt vom Spirit einer Bewegung 50 Jahre später übrig? Und wie sieht der feministische Journalismus heute aus? Diesen spannenden Fragen nähern sich die Journalistinnen von heute in
einem munteren Schlagabtausch am Ende dieses Abends. Friederike Sittler, langjährige Vorsitzende. des Journalistinnenbundes und jetzt Leiterin des Hauptstadtstudios von Deutschlandradio, verweist darauf, dass die frauen- und medienpolitischen Kämpfe der 1970er-Jahre für sie den Weg an die
Spitze geebnet haben. Sie kennt die Regeln für Journalismus im und aus dem politischen Raum, aber weiß auch bewusst die Spielräume für den Blick auf die Frauen in der Politik zu nutzen. Sie
weiß um ihre Möglichkeiten als Chefin mit Personalentscheidungen und in journalistischer Verantwortung, und der Spaß ist ihr sichtlich anzumerken. „All das haben die Frauen vor uns erkämpft und dafür bin ich unglaublich dankbar.“ Verbundenheit an passender Stelle.
Die hat auch Verena Lammert, heute Redakteurin bei frau tv (WDR). Sie erzählt vom „großen Glück, von älteren Kolleginnen in der Redaktion“ gelernt und profitiert zu haben, beruft sich auf
Mentorinnen oder Förderinnen. Ihre Verbundenheit gilt jenen, die ihr Wissen mit ihr teilen und führt sie in die Zukunft: zu jenen Journalistinnen, denen sie ähnliche Chancen geben will, auch, indem sie. Projekte für nachfolgende Generationen im Zeitalter digitaler Medien anstößt. Lilly Schröder, seit drei Jahren bei der taz, ist gefühlt „aus dem Häuschen“, über die wenigen Steine, die ihr heute vergleichsweise in den Weg gelegt werden. „Es ist vieles besser geworden, wenngleich noch nicht perfekt.“ Andererseits erlebt sie, dass sie mit ihrer journalistischen Kritk an den Machtverhältnissen stark ins Schussfeuer und in Hassattacken jener gerät, denen
Gleichberechtigung, Feminismus und meinungsstarke Frauen ein Dorn im Auge sind. Klagen, Posts auf digitalen Plattformen, „das alles sind Einschüchterungsversuche und da muss man einfach immer gegenhalten.“ Ohne feministischen Rückhalt, ohne Solidarität oder juristischen Beistand einer Redaktion ist es einsam. Der drohende Backlash besorgt sie. Zum Verstummen bringen,
„geschichtslos machen, das ist ein Teil von Herrschaft“, umschreibt es Moderatorin Raweel Nasir. Unter feministischem Journalismus heute versteht die jüngere und junge Generation
„Perspektivenvielfalt“. Abzubilden, was diese Gesellschaft an Geschlechterthemen, Lebens- und
Liebesformen, (frauen)politischen Interessen und queerpolitischen Erfordernissen bereithält.
Perspektivenvielfalt ist ein Terminus, der bei den Courage-Macherinnen noch nicht so heißt. Statt Zielgruppe und politische Forderungen geht es heute um Community und Bubble, explizit
Frauenperspektiven zu fokussieren scheint aus der Zeit gefallen. Heute ist en vogue, vielfältige. Partikularinteressen mitzudenken. Friederike Sittler positioniert sich klar „als Feministin und als
Journalistin“. Und „Wir brauchen die Frauen und wir brauchen die Vielfalt.“ Ein marginaler Unterschied zwischen den Generation X, Y und Z. In den Zielen insgesamt herrscht ja Klarheit: Solidarisch über Generationen hinweg zu sein, sich
nicht einschüchtern lassen, weder von digitalem Hass noch von öffentlichen Pöbeleien und Anfeindungen, sich der Themen bemächtigen als Journalistinnen und Frauen, sich nicht aus den
Strukturen und dem so schwer Errungenen herausdrängen lassen, den drohenden Backlash verhindern. Kurzum, den Geist der Frauenbewegung aus den 1970ern wieder aufleben zu lassen.
„Dieses Lautsein und Fordern brauchen wir wieder mehr“, sagt Sittler. Und laut sein können die Frauen, damals in den 1970er- und beginnenden 1980er-Jahren und an diesem Abend in der Bar jeder Vernunft in Berlin. Ein Fest, ermöglicht durch Spenden ehemaliger
Leserinnen und Freundinnen, durch die Förderung der Stiftung Umverteilen sowie die solidarische Unterstützung der Bar jeder Vernunft, die zum Selbstkostenpreis an die Veranstalterinnen vermietet
hat. Sie alle feiern den damaligen Wagemut der Courage-Gründerinnen und die vielen Veränderungen bis heute. Und sie feiern sich. Sie jubeln und lachen über die vielen Anekdoten aus vergangener,
frauenkämpferischer Zeit, über den kreativen Widerstand und die Widerspenstigkeit, mit der sich Frauen Bahn brechen. Sie stehen und schwatzen bei einem kühlen Wein im Garten, genießen die Achtung und Aufmerksamkeit der nachfolgenden Generation feministischer Journalistinnen.
Wer die Aufbruchjahre nicht erlebt hat, hat die unerwartete Gelegenheit, sich aus einem riesigen Stapel die eine oder andere Original-Courage als Andenken mitnehmen. Wer Lust hat, lässt sich mit
einem verrückten Hut fotografieren. Spaß in der Kulisse, ironische Überzeichnung dafür, wer den Hut aufhaben müsste.
Auch 50 Jahre später signalisieren die Courage-Gründerinnen mit diesem Fest, wie berauschend, beglückend und verbindend es sein kann, einer Bewegung ihre Frauenzeitschrift und acht lange
Jahre mediale Sichtbarkeit ermöglicht zu haben. Lilly Schröder, Redaktion „taz“, Verena Lammert, Redaktion „frau tv“ / wdr, Friederike Sittler, Leiterin des Hauptstadtstudios beim „Deutschlandradio“ 2019–2025 Vorsitzende des Journalistinnenbundes
Moderation: Raweel Nasir, freie Journalistin

Die feministische Frauenzeitschrift COURAGE erschien von 1976 bis 1984 in den aufregenden Anfängen und Aufbaujahren der Neuen Frauenbewegung. Einige COURAGE Frauen erinnern sich an ihr Engagement für dieses erste überregionale sehr erfolgreiche Projekt!

1976 - Juni 1978 Redaktion
Medizinhistorikerin, Geschlechterforscherin,
emeritierte Professorin der Leibnitz Universität Hannover

1976 - Februar 1978 Redaktion
1968 erste weibliche Asta-Vorsitzende der FU Berlin,
sei 1970 engagiert in Südamerika, 1983 Gründung einer Eco Lodge in Bolivien

1976 - 1984 Redaktion Psychologin, Mitgründern der PSIFF der Psychosozialen Initiative für Frauen, Mitherausgebern von Blattgold

1976 - 1984 Redaktion
1986 - 1990 Redakteurin beim Vorwärts, seit 1990 freie Journalistin, Buchautorin, Hörfunkjournalistin und Filmemacherin

1976 - Februar 1978 Redaktion
1980 - 1986 Studium an der DFFB, seitdem Redakteurin, Drehbuchautorin, Regisseurin

1976 - Juni 1978 Redaktion
1980 freie Journalistin, tätig in der Journalistenausbildung, Buchlektorin, Projektarbeit "Soziale Stadt"

1976-1984 Redaktion
1984 freie Autorin, Moderatorin, Filmemacherin, Ausbildung zur Mediatorin,
eigene Mediationspraxis
Die Zwischentexte auf allen Seiten stammen von dem Faltblatt Aufruf, das die COURAGE Gründungsfrauen vor dem Erscheinen der Nullnummer herausgegeben haben. Spannend zu lesen wie die formulierten Ansprüche in den Artikelthemen umgesetzt wurden.
Wir brauchen eine Zeitung, die Frauen darin unterstützt, politische Verantwortung zu übernehmen und sie ermutigt, Privilegien und Macht zu beanspruchen. In Frauenzeitschriften, deren leitende Positionen durchweg von Männern besetzt sind, wird als Unterhaltung angeboten, dass die Anpassung an das anerzogene Frauenbild gar nicht schwer sei. Viele Seiten und tausend Tipps zu den Themen Mode, Schönheit, Kosmetik, Diätkuren, Kochrezepte und Reisen suggerieren den Frauen Attraktivität und Jugend, Vorher-Nachher Beispiele sollen uns zeigen, dass jede Frau ihr Aussehen "selbst bestimmen" kann.
Andere Themen, die Frauen für die Medien interessant werden lassen, dienen demselben Anpassungsziel: so werden Frauen die ungewöhnlich viele Kinder entbinden und aufziehen, glorifiziert. Berichte über Frauen, die Kinder und Ehemänner vernachlässigen, sollen jeden Versuch, aus ihrer Rolle auszubrechen, von vornherein diffamieren.
In den Tages-, Wochen- und Monatszeitungen wird über Frauen nur berichtet, wenn sie Positionen in Politik, Wissenschaft und Kunst erobert haben und halten können. In die Auswahl dieser Berichterstattung geht die Vorstellung der Männer ein, dass Frauen, die sich in Bereichen behaupten, die seit dem Ursprung der Familie für Männer reserviert sind, eine große Ausnahme sind und bleiben müssen. Wo Frauen eigentlich hingehören, erfahren wir auf der "Seite für die Frau", wo uns wieder klar gemacht wird, dass die Bereiche Intimität, Kindererziehung, Geselligkeit und Unterhaltung unsere Lebensinhalte umfassen sollen.
Frauen fangen an, sich für ein neues Selbstverständnis in unserer Gesellschaft zu interessieren und einzusetzen. Um die Entwicklung der Identität als Frau zu fördern, ist es notwendig, alle - inneren und äußeren - Formen der Ausbeutung und Unterwerfung aufzuzeigen und die Wirksamkeit ihrer ideologischen Verschleierung aufzudecken.
Deshalb brauchen wir eine Zeitung, die die politische Handlungsfähigkeit der Frauen nicht einschränkt, die ein Mittel ist, die Inhalte und Formen. eines auf Selbstbestimmung beruhenden. Frauenverständnisses zu diskutieren und die Auseinandersetzung darüber voranzutreiben. Die Aufgabe soll die Berliner Frauenzeitung "COURAGE" haben. . .
Zum 30. Jahrestag der COURAGE 2006 fand auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin ein Erinnerungstreffen der COURAGE Frauen statt.
Mit "COURAGE" wollen wir Frauen ansprechen, die mit Ihrer Rolle unzufrieden werden und keine Angst haben, die Gründe ihrer Unzufriedenheit - ob sie in der Familie oder im Beruf liegen - zu benennen und zu verändern. Auch staatliche Institutionen wie Parlamente oder Gerichte werden einer radikalen Kritik ausgesetzt, wenn sie frauenfeindliche Politik betreiben. Dasselbe gilt für Institutionen, die wie die Kirche oder die Familie, Frauen direkt in den Fesseln moralischer "Werte" halten. Frauen, die unsere Zeitung lesen, werden bestärkt, Kritik zu üben. Sie stellen zunehmend die Gesellschaft in Frage, die auf der Unterdrückung der Frauen basiert. Sie akzeptieren keine, die - gleich unter welchem Vorwand - diese Unterdrückung beibehält oder wieder einführt.
Wir wollen Frauen jeden Alters erreichen: Frauen zwischen 15 und 45 und auch ältere und alte. Wir richten uns an Schülerinnen und Studentinnen, denen es aufgrund ihrer Ausbildungssituation leichter fällt, sich zu Frauengruppen zusammenzuschließen. Angestellte, Verkäuferinnen und Arbeiterinnen wollen wir durch unsere Berichterstattung über die Situation am Arbeitsplatz und die Frauernpolitik der Gewerkschaften ansprechen. Die kritische Beleuchtung der Situation der Hausfrau ihrer Weiterbildungsmöglichkeiten wendet sich an die Hausfrauen in den Wohngettos wie dem Märkischen Viertel oder in Gropiusstadt. Berichte über die Situation von Rentnerinnen werden nicht nur für diesen Leserinnenkreis geschrieben, sondern sie sind auch ein Appell an jüngere Frauen, solche unwürdigen Bedingungen rechtzeitig zu verhindern, wenn diese nicht zu ihrem eigenen "Schicksal" werden sollen. Und natürlich wenden wir uns an die Frauen der Frauenbewegung in den Frauenzentren, in unabhängigen Frauengruppen und im Lesbischen Aktionszentrum, weil es uns mit dieser Zeitung darum geht, die Situation der Frauen zu verändern und nicht nur, sie zu interpretieren. Das aber können wir nicht als Redaktion, sondern nur als Teil der Frauenbewegung.
Seit 2008 ist die gesamte Auflage der COURAGE im Internet nachzulesen auf der Website der Friedrich Ebert Stiftung, die die Digitalisierung dankenswerter Weise übernahm.
Die Geschichte der Frauenbewegung Berlins und ihre kontinuierliche Frauen und Öffentlichkeitsarbeit stehen in engem Zusammenhang mit den Gruppen des Frauenzentrums und des Lesbischen Aktionszentrums.
Aus den Selbsterfahrungsgruppen, Quatschgruppen und Arbeitsgruppen entstanden Projekte wie das Buchcafe für Frauen, die Frauenkneipe "Blocksberg", Frauenseminare an der Uni, der Verein "Selbstverteidigung für Frauen", die "PSIFF Psycho-soziale Initiative für Frauen", Frauen-Wohngemeinschaften, Frauendruckerei, Frauenhaus und weitere Ansätze einer neuen Frauenkultur und -politik.
Daß die Frauenbewegung sich tatsächlich bewegt, zeigen wir auf an der Entwicklung der Schwangerschafts- Verhütungs- und Sterilisationsberatungen, an den Aktionen der Frauenzentren für die ersatzlose Streichung des § 218 sowie für die Aufhebung der Diskriminierung der Frau in den Massenmedien, an Diskussionen um Lohn für Hausarbeit, Lesben- und Frauenbewegung, an verschiedenen Auffassungen von Frauenpolitik.


Die erste COURAGE- die 0 Nummer - erscheint in Berlin im Juni 1976! Ab September gibt es die damalige Berliner Frauenzeitung monatlich.
Ab September 1978 ist die COURAGE bundesweit erhältlich und nennt sich jetzt - Aktuelle Frauenzeitung..

Die "Goldenen Jahre" unserer Zeitschrift! . Wir bekommen bundesweit immer mehr Abonentinnen. Und endlich können wir uns allen Lohn zahlen.

Die letzten Jahre als Frauenprojekt. werden kompliziert. Wir versuchen einen Neustart mit wöchentlichen Ausgaben. Mai 1984 müssen wir unsere Arbeit einstellen.

Am 17. 9. 1979 erschien unser erstes Sonderheft zum Thema
"Menstruation" in der langen Reihe unserer SONDERHEFTE. Es gab auch Bücher!
Monika Arnholdt-Esche
Marion Ballé
Eva-Maria Epple
Christa Banse-Bahl
Barbara Beck ✝
Sophie von Behr ✝
Roswitha Binder
Heide Brzenska
Traude Bührmann
Catherine Crémieu
Ellen Diederich
Conny Döhring
Christel Dormagen
Barbara Duden
Annette Eckert
Sigrid Fronius
Doris Fürstenberg
Christine Garbe
Cornelia Gewandt
Barbara Hagmeister
Rosie Havemann
Marion Hayens
Angela Henning
✝ In Erinnerung
Susanne Jaeger
Ruth Jaeggi
Reingard Jäkl
Hildegard Kawan-Behrendt
Birgit Klarner
Birgit Kleber
Jutta Konstandin
Regina Kramer
Christine Landgraf
Ingrid Lindemann
Inge Lutz
Anne Meckel
Christa Metz
Christa Müller
Renate Oldermann-Meier
Rita Ottens
Ulrike Peppmüller
Karin Petersen
Sibylle Plogstedt
Barbara Pörner ✝
Traudel "Hucky" Portzner ✝
Claudia Röhrbein-Freyburg ✝
Barbara Rosenberg
Dorothea Schemme
Carola Schewe
Monika Schmid
Paula Schmidt
Krista Schnorrenberg
Ele Schöftaler
Ingrid Schulte ✝
Renate Schulte
Henrike Seringhaus
Chris Siméon
Heidi Stein
Irene Stoehr ✝
Freya Straßburg
Gesine Strempel
Irmela von der Lühe
Barbara Weber Yoffee
Renate Weitzel
Olga-Maria Wernet
Jutta Williams
Henriette Wrege
Jo Wünsche ✝
Heidi Zimmermann
Petra Zöfelt
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Werden Ihre personenbezogenen Daten verarbeitet, um Direktwerbung zu betreiben, so haben Sie das Recht, jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung Sie betreffender personenbezogener Daten zum Zwecke derartiger Werbung einzulegen; dies gilt auch für das Profiling, soweit es mit solcher Direktwerbung in Verbindung steht. Wenn Sie widersprechen, werden Ihre personenbezogenen Daten anschließend nicht mehr zum Zwecke der Direktwerbung verwendet (Widerspruch nach Art. 21 Abs. 2 DSGVO).
Beschwerderecht bei der zuständigen Aufsichtsbehörde
Im Falle von Verstößen gegen die DSGVO steht den Betroffenen ein Beschwerderecht bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat ihres gewöhnlichen Aufenthalts, ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes zu. Das Beschwerderecht besteht unbeschadet anderweitiger verwaltungsrechtlicher oder gerichtlicher Rechtsbehelfe.
Recht auf Datenübertragbarkeit
Sie haben das Recht, Daten, die wir auf Grundlage Ihrer Einwilligung oder in Erfüllung eines Vertrags automatisiert verarbeiten, an sich oder an einen Dritten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format aushändigen zu lassen. Sofern Sie die direkte Übertragung der Daten an einen anderen Verantwortlichen verlangen, erfolgt dies nur, soweit es technisch machbar ist.
SSL- bzw. TLS-Verschlüsselung
Diese Seite nutzt aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Übertragung vertraulicher Inhalte, wie zum Beispiel Bestellungen oder Anfragen, die Sie an uns als Seitenbetreiber senden, eine SSL-bzw. TLS-Verschlüsselung. Eine verschlüsselte Verbindung erkennen Sie daran, dass die Adresszeile des Browsers von “http://” auf “https://” wechselt und an dem Schloss-Symbol in Ihrer Browserzeile.
Wenn die SSL- bzw. TLS-Verschlüsselung aktiviert ist, können die Daten, die Sie an uns übermitteln, nicht von Dritten mitgelesen werden.
Auskunft, Sperrung, Löschung und Berichtigung
Sie haben im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen jederzeit das Recht auf unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten personenbezogenen Daten, deren Herkunft und Empfänger und den Zweck der Datenverarbeitung und ggf. ein Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung dieser Daten. Hierzu sowie zu weiteren Fragen zum Thema personenbezogene Daten können Sie sich jederzeit unter der im Impressum angegebenen Adresse an uns wenden.
Recht auf Einschränkung der Verarbeitung
Sie haben das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen. Hierzu können Sie sich jederzeit unter der im Impressum angegebenen Adresse an uns wenden. Das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung besteht in folgenden Fällen:
· Wenn Sie die Richtigkeit Ihrer bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten bestreiten, benötigen wir in der Regel Zeit, um dies zu überprüfen. Für die Dauer der Prüfung haben Sie das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen.
· Wenn die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten unrechtmäßig geschah / geschieht, können Sie statt der Löschung die Einschränkung der Datenverarbeitung verlangen.
· Wenn wir Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr benötigen, Sie sie jedoch zur Ausübung, Verteidigung oder Geltendmachung von Rechtsansprüchen benötigen, haben Sie das Recht, statt der Löschung die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen.
· Wenn Sie einen Widerspruch nach Art. 21 Abs. 1 DSGVO eingelegt haben, muss eine Abwägung zwischen Ihren und unseren Interessen vorgenommen werden. Solange noch nicht feststeht, wessen Interessen überwiegen, haben Sie das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen.
Wenn Sie die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten eingeschränkt haben, dürfen diese Daten – von ihrer Speicherung abgesehen – nur mit Ihrer Einwilligung oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen oder zum Schutz der Rechte einer anderen natürlichen oder juristischen Person oder aus Gründen eines wichtigen öffentlichen Interesses der Europäischen Union oder eines Mitgliedstaats verarbeitet werden.
3. Datenerfassung auf unserer Website
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